Mutter entdeckt einen 20-Jährigen unter dem Bett ihrer 13-jährigen Tochter – Minuten später endet die Nacht tödlichHistory

Mutter entdeckt einen 20-Jährigen unter dem Bett ihrer 13-jährigen Tochter – Minuten später endet die Nacht tödlich

Eine schockierende Entdeckung im eigenen Zuhause

Ein ruhiges Wohnviertel in Memphis wurde nach einem dramatischen Vorfall zum Mittelpunkt einer Mordermittlung. Die 36-jährige Kendra Scott soll in den frühen Morgenstunden des 16. Juli einen 20-jährigen Mann, Rodderius Morton, unter dem Bett ihrer 13-jährigen Tochter entdeckt haben. Nach Angaben der Ermittler hatte das Mädchen den jungen Mann heimlich gegen 1 Uhr nachts ins Haus eingeladen. Etwa eine halbe Stunde später kehrte Scott nach Hause zurück und verlangte lautstark zu wissen, wer sich im Haus befand. Die Tochter erklärte später, sie habe große Angst gehabt, da ihre Mutter früher mehrfach gesagt haben soll, sie würde auf jeden Jungen schießen, den sie jemals im Haus erwischen würde. Nachdem Scott das Schlafzimmer betreten hatte, soll sie Morton aufgefordert haben, sofort das Haus zu verlassen. Er kroch unter dem Bett hervor und ging zur Haustür, während Scott ihm nach draußen folgte.

Ein tödlicher Schuss und schwere Vorwürfe

Nur wenige Augenblicke nachdem Morton das Haus verlassen hatte, fiel ein Schuss. Polizeibeamte fanden den 20-Jährigen mit einer tödlichen Schussverletzung am Hinterkopf im Vorgarten. Zeugen berichteten, Scott habe mit einer Pistole neben dem Opfer gestanden und erklärt: „Ich habe auf ihn geschossen.“ Die Beamten stellten die Waffe sicher und nahmen Scott fest. Gegen sie wurden Anklagen wegen Mordes ersten Grades sowie des Einsatzes einer Schusswaffe bei der Begehung eines schweren Verbrechens erhoben. Laut Ermittlungsunterlagen erklärte Scott später, sie habe „einen Typen unter dem Bett ihres Kindes gefunden“ und geglaubt, sie habe getan, was notwendig gewesen sei. Ihr Verteidiger betont jedoch, der Fall habe mit dem schlimmsten Albtraum aller Eltern begonnen – einem erwachsenen Mann im Schlafzimmer einer 13-Jährigen. Juristische Experten weisen allerdings darauf hin, dass Morton nach bisherigen Erkenntnissen von der Tochter eingeladen worden war und das Haus bereits verließ, als der tödliche Schuss fiel. Deshalb könnte ein Berufen auf Notwehr oder das sogenannte „Castle Doctrine“-Gesetz schwierig werden.

Zwei Familien, zwei unterschiedliche Tragödien

Während das Gerichtsverfahren vorbereitet wird, kämpfen beide Familien mit den Folgen jener Nacht. Mortons Angehörige beschreiben ihn als friedlichen jungen Mann und bitten die Öffentlichkeit, keine vorschnellen Urteile zu fällen. Gleichzeitig müssen Scotts drei Töchter mit den traumatischen Erlebnissen und der Inhaftierung ihrer Mutter zurechtkommen. Angehörige der Familie haben deshalb eine Spendenkampagne gestartet, um Anwaltskosten, psychologische Betreuung und den Lebensunterhalt der Kinder zu finanzieren. Auch in der Nachbarschaft gehen die Meinungen auseinander. Manche zeigen Verständnis für eine Mutter, die einen erwachsenen Mann im Zimmer ihrer minderjährigen Tochter entdeckte. Andere sind überzeugt, dass die Situation mit einem Anruf bei der Polizei hätte enden müssen – und nicht mit einem tödlichen Schuss. Der Fall wirft nun schwierige Fragen über elterlichen Schutzinstinkt, Angst, rechtliche Verantwortung und die Grenzen gerechtfertigter Gewalt auf.

vor 2 Monaten

Autor: Felix Weber